Die Testamentsvollstreckung - ein zweischneidiges Schwert

Wer seinen letzten Willen formuliert, mehrere Erbberechtigte hinterlässt, viel zu verteilen oder schwierige Familienverhältnisse zu berücksichtigen hat, erwägt bald, Testamentsvollstreckung anzuordnen. Die als Testamentsvollstrecker/in eingesetzte Person hat die Aufgabe den letzten Willen des Erblassers auszuführen, die Erben zu beraten, den Nachlass zu erfassen und gegebenenfalls zu verwalten. Diese Vorteile sind mit der Tatsache abzuwägen, dass der Testamentsvollstrecker/in eine machtvolle Position gegenüber den Erben einnimmt, die nahezu unabänderbar ist und bis zur letztendlichen Auseinandersetzung der Erbschaft Bestand hat. Dazu kommt die Vergütung des Testamentsvollstreckers/in, die der Erblasser in seinem Testament schon genau berücksichtigen und festlegen sollte. Der Testamentsvollstrecker/in hat weitgehende Entscheidungsbefugnis und „bevormundet“ so die Erben. Es gilt also als Testamentsvollstrecker/in eine in der Familie vertraute, ausgleichende Persönlichkeit zu finden, die die sachliche Kompetenz zur ausgleichenden Beratung und sachgerechten Verwaltung des Nachlasses für die Erben mitbringt. Eine solche Persönlichkeit ist nicht leicht zu finden, zumal sie jünger als der/die Testator/in sein sollte. Auch ihre familiäre Bindung kann von Nachteil sein, weshalb Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater sich von ihrer beruflichen Erfahrung her für diese Tätigkeit anbieten. Der Einsatz eines Testamentsvollstreckers/in sollte jedenfalls in alle Richtungen sorgfältig bedacht werden.

Rechtsanwalt und Notar a. D. Lutz W. Tauchert – tauchert@ra-besier.de

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Die Testamentsvollstreckung - ein zweischneidiges Schwert

Wer seinen letzten Willen formuliert, mehrere Erbberechtigte hinterlässt, viel zu verteilen oder schwierige Familienverhältnisse zu berücksichtigen hat, erwägt bald, Testamentsvollstreckung anzuordnen. Die als Testamentsvollstrecker/in eingesetzte Person hat die Aufgabe den letzten Willen des Erblassers auszuführen, die Erben zu beraten, den Nachlass zu erfassen und gegebenenfalls zu verwalten. Diese Vorteile sind mit der Tatsache abzuwägen, dass der Testamentsvollstrecker/in eine machtvolle Position gegenüber den Erben einnimmt, die nahezu unabänderbar ist und bis zur letztendlichen Auseinandersetzung der Erbschaft Bestand hat. Dazu kommt die Vergütung des Testamentsvollstreckers/in, die der Erblasser in seinem Testament schon genau berücksichtigen und festlegen sollte. Der Testamentsvollstrecker/in hat weitgehende Entscheidungsbefugnis und „bevormundet“ so die Erben. Es gilt also als Testamentsvollstrecker/in eine in der Familie vertraute, ausgleichende Persönlichkeit zu finden, die die sachliche Kompetenz zur ausgleichenden Beratung und sachgerechten Verwaltung des Nachlasses für die Erben mitbringt. Eine solche Persönlichkeit ist nicht leicht zu finden, zumal sie jünger als der/die Testator/in sein sollte. Auch ihre familiäre Bindung kann von Nachteil sein, weshalb Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater sich von ihrer beruflichen Erfahrung her für diese Tätigkeit anbieten. Der Einsatz eines Testamentsvollstreckers/in sollte jedenfalls in alle Richtungen sorgfältig bedacht werden.

Rechtsanwalt und Notar a. D. Lutz W. Tauchert – tauchert@ra-besier.de